Unser neues Tagebuch
Donnerstag, 28. Oktober 2010 - 23:21 Uhr
3. Spieletag im Museum Alte Ziegelei Westerholt 07.11.10

Moin auch; so langsam aber sicher neigt sich das Jahr dem Ende entgegen. Es findet zum nunmehr 3. Mal ein Spieletag im Museum statt! Alle sind herzlich eingeladen, in geselligen Runden am Tisch das eine oder andere neue und alte Brettspiel zu spielen und die Ziegelei anzuschauen. Vielleicht ist ja sogar eine Anregung für ein schönes Weihnachtsgeschenk dabei.
Viele Grüße!
Donnerstag, 12. August 2010 - 22:43 Uhr
Kunstausstellung in der Alten Ziegelei

Moin; die Kultur hat im Museum "Alte Ziegelei" ihren festen Platz, so konnten wir erst kürzlich etliche Maler und Bildhauer zu einer Sommenakademie rund um den Ringofen begrüßen.
Um so mehr freue ich mich, Ihnen eine Kunstausstellung ankündigen zu dürfen. Der in Oldenburg lebende Künstler ist Anfang 60, verheiratet, hat eine Tochter und arbeitet seit Jahrzehnten an seinen Bildern. Sie sind in Formen und Farben sehr ausdrucksstark und das wird in und am unserem Ringofen noch unterstrichen.
Selbstverständlich ist für das leibliche Wohl gesorgt und eine Fahrradtour in die alte Ziegelei lohnt sich nunmehr doppelt!
Viele Grüße & bis dann
Edgar Ruhm
Mittwoch, 26. Mai 2010 - 20:37 Uhr
Konzept zum Erhalt des Erscheinungsbildes und zur punktuellen Ausbesserung relevanter Teile des Mauerwerks des Ringofens in der Alten Ziegelei Westerholt.

Moin auch;
hier das Konzept, nach dem wir unsere Arbeit ausgerichtet haben:
Der kontrollierte Abtrag eines kleinen Teils der Aussenhaut des Brennofens und die Begutachtung des dadurch entstandenen Schnittes von der Rollschicht bis zum Fundament hat ergeben, daß das ursprünglich angedachte Konzept des vollständigen Rückbaus des Außenauerwerks mit anschliessendem Wiederaufbau mit sortierten alten und ausgesuchten in Form, Format und Farbe passenden Steinen einschliesslich der Verwendung einer zweckmässigen Mörtelmischung zu aufwändig ist.
Hierdurch würde der fortschreitende Verfall des Mauerwerks bei höchstem Aufwand lediglich in einem nicht zu vertretendem Maß verlangsamt. Der Verwitterungsprozess eines Grossteils der ursprünglich vermauerten Steine ist durch den lange anhaltenden ungeschützten Einfluss von Regen und Frost stark fortgeschritten. Die Zahl der Steine, deren äusserer Bereich bis zu einer Tiefe von 3 - 4 cm verwittert ist, beträgt mindestens 40 %. Der hintere Teil der äusseren Zweisteinwand liegt vor nassem Sand und hat des öfteren ein ähnliches Erscheinungsbild wie der vordere. Die auch durch sehr vorsichtigen Rückbau der Mauer entstehenden defekten Steine sind zusammen mit den ohnehin unbrauchbaren kaum in ganzer Zahl zu ersetzen.
Auf der Basis der bisher gewonnenen Erkenntnisse empfiehlt sich im Hinblick auf die praktische Nutzung des Ringofens (Anschauliche Erklärungsmöglichkeit der Funktion und Wirkungsweise, Herzstück des Museums, Präsentationsfähigkeit etc.) folgende Vorgehensweise:
Das Wiederaufmauern des für die Analyezwecke abgetragenen Mauerwerks mit sortierten alten und ausgesuchten Fremdsteinen. Hierbei wird auf ein ursprüngliches, einheitliches Erscheinungsbild des Sichtmauerwerks geachtet.
Die Verwendung eines traditionellen Kalkmörtels der Mörtelgruppe I mit Kalteig oder Weisskalk im aufsteigenden Mauerwerk und eines der Mörtelgruppe II.
Eine Verwendung des ursprünglich verwendeten Lehmmörtels hat den gravierenden Nachteil, daß er durch die anhaltende Feuchte von hinten durch den verfüllten Sand und durch hohe Luftfeuchtigkeit die Tendenz hat, eine fliessfähige Konsistenz zu erreichen.
Die Verwendung von hydraulischen Mörteln mit Zement, Traß oder hydraulischem Kalk ist riskant für das alte Mauerwerk:
Sie enthalten ausblühfähige Schadsalze, fördern die Bildung von Treibmineralien, verursachen durch Temperaturbelastung wassersaugende Kapillarrisse und halten das eingedrungene Wasser zurück.
Sorgfältiges Ausstemmen defekter Mauerteile mit der Verzahnung bis zu einem Bereich von ca. 0,5 m² und einsetzen von passenden Steinen mit dem o.a. Mörtel.
Für das restliche Sichtmauerwerk empfiehlt sich ein herauslösen verwitterter Bestandteile mit anschliessendem Einsetzen von passenden selbsterstellten Riemchen bis hin zu eventuell notwendigen ganzen Steinen mit dem o.a. traditionellen Kalkmörtel und sorgfältiger Auswahl der Menge für ein akzeptables Erscheinungsbild, da es in der Gesamtheit nicht leistbar ist.
Da diese Form des Erhalts des äusseren Erscheinungsbildes fortschreitend sein soll, werden nach und nach grössere Teile der Sichtfläche haltbarer.
Viele Grüße
Mittwoch, 26. Mai 2010 - 17:34 Uhr
Die "Alte Ziegelei Westerholt" im Programm vom Offenen Kanal Oldenburg

Moin auch; heute einmal der Hinweis auf eine informative Sendung von oeins vom 14. Mai 2010. Einfach auf die Überschrift klicken.
Viel Spaß beim Zuschauen & viele Grüße!
E. Ruhm
Samstag, 8. Mai 2010 - 14:12 Uhr
Das angegriffene Mauerwerk des Ringofens

Moin auch;
vielen Dank Herrn Roßkamp für die Möglichkeit, hier schreiben zu dürfen.
Dann möchte ich mich erst einmal vorstellen: Mein Name ist Eddy Ruhm, ich bin 54 Jahre alt, von Beruf Maurergeselle, habe drei Kinder (zwei Mädchen und einen Jungen, die "Kleinste" ist 18) und arbeite für die Ländliche Erwachsenenbildung Bad Zwischenahn als Fachanleiter.
Im September letzten Jahres hatte ich das grosse Glück, die "Alte Ziegelei" im Rahmen eines Projektes kennen zu lernen.
Das Mauerwerk des Ringofens machte ein sehr schlechtes Bild - andauernde Feuchtigkeit und entstandene Salze hatte es zu einem grossen Teil angegriffen. Es musste überlegt werden, wie man damit umgeht, um die einzigartige Möglichkeit des Darstellens der Ziegelbrennerei im Westerholt der Anfänge des 20. Jahrhunderts noch möglichst vielen Generationen zu erhalten.
So wurde nach dem Freilegen einer Probefläche des Außenmauerwerks des Ringofens eine umfangreiche Bestandsaufnahme gemacht, wobei uns zB. folgende Fragen interessierten:
- wie nass ist der Sand hinter der Außenmauer?
- lassen sich die teilweise verwitterten Steine problemslos aus
dem Mauerwerk lösen?
- wieviele Steine müssen ersetzt & wieviele können
wiederverwendet werden?
- wie wurde das Gebäude gegen aufsteigende Feuchtigkeit
geschützt?
- und viele andere.
Danach entwickelten wir ein Konzept zum Erhalt des Ringofens, welches dem entscheidenden Kriterium, nämlich die praktische Umsetzbarkeit unter den gegenwärtigen Bedingungen, genügen musste. Das betraf die das Gebäude schonende Auswahl des Baumaterials und die Einsetzbarkeit der Mitarbeiter der stattfindende AGH-Maßnahme für Arbeitssuchende genauso wie last but not least die Finanzierung, die einem ja viele Striche durch die schönsten Pläne machen kann.
Mittlerweile sind wir schon fast ein 3/4 Jahr in der Ziegelei am Werk - alle Leser sind herzlich eingeladen, sich ein Bild vom bisher erreichten zu machen und vorbei zu kommen. Die Ziegelei ist täglich von 8.00 - 14.30 Uhr besetzt, man kann aber auch ausserhalb dieser Zeit Besichtigungstermine telefonisch vereinbaren.
Nun möchte ich aber nicht die Gelegenheit versäumen, den Mitarbeitern der AGH-Maßnahme zu danken - sie haben bisher unwahrscheinlich viel geleistet und sind hochmotiviert an der Arbeit.
In einem der nächsten Blogeinträge werde ich dann das Konzept im Einzelnen vorstellen.
Viele Grüße & bis zum nächsten Eintrag!